


Illustrationen:
Esther Bourboulas,
Die vier Elemente in der Hand |
Handform
In der Handform lässt sich die Verteilung der vier Elemente (Erde Wasser, Feuer, Luft) ablesen, wobei jedes Element für bestimmte Charakterzüge steht. Durch das Zuordnen der Elemente zu einem Handtyp lassen sich die Grundzüge einer Persönlichkeit bestimmen.
Ein Stichwort für das Element Erde ist Sicherheit, für Wasser Gefühle, für Feuer Individualität und für Luft das Mentale.
Haupt- und Nebenlinien
In der traditionellen Chirologie spricht man von drei Hauptlinien (Herzlinie, Kopflinie, Lebenslinie) und einer Nebenlinie (Schicksalslinie).
- Die Herzlinie erzählt über Emotionen und Gefühle. Sie gibt Auskunft über Beziehung der Person zu sich selbst und anderen und ihren Umgang mit der eigenen emotionalen Energie.
- Die Kopflinie berichtet über den Denkstil: Rational oder intuitiv? Wie werden Entscheidungen getroffen?
- Entgegengesetzt der landläufigen Meinung gibt die Lebenslinie nicht Auskunft darüber, wie lange eine Person lebt, sondern wie sie sich in ihrem Körper und auf der Welt fühlt.
- An der Schicksalslinie lässt sich die Orientierung im privaten Bereich und im Berufsleben ablesen.
Handlinien bilden sich, gleichzeitig wie das zentrale Nervensystem, in der 12. Woche der fötalen Entwicklung. Sie verändern sich ein Leben lang - im Gegensatz zu Fingerabdrücken. Für die Chirologie ist das Bild der Handlinien eine mit einer Seismographie vergleichbar, in der Erschütterungen und Erwartungen eines Lebens aufgezeichnet sind.
Fingerabdrücke
In der 16. Woche der embrionalen Entwicklung sind die Linien auf den Fingerkuppen vollständig entwickelt und bleiben ein Lebenlang gleich. Diese für eine Person einmaligen und unveränderlichen Formen werden im International Institut of Hand Analysis (IIHA) nach einem von Richard Unger 1979 entwickelten System codiert und interpretiert. Während in den Handlinien vor allem persönliche, irdische Dinge gelesen werden, geht es bei den Fingerabdrücken um karmische und seelische Aspekte. Die Seelenagenda wird dabei durch folgende Kategorien erschlossen: Den Lebenszweck , die Lebenslektion und die Lebensschule:
- Im Bereich des Lebenszwecks wird das Potential einer Person analysiert. Wozu ist sie fähig? Was ist ihre eigentliche Bestimmung? Auf welche Eigenschaften und Fähigkeiten muss sie fokussieren, damit sie sich vollständig entfalten kann? Wie sieht der Kern der Person, ungeachtet von sozialen Einflüssen aus? Welches ist die Aufgabe ihres Lebens, der Grund, warum sie da ist?
- Die Lebenslektion gibt Auskunft über Herausforderungen im Leben einer Person. Welche Fähigkeiten sind am wenigsten entwickelt? Über welche Steine wird gestolpert? Wie kann man Schwächen akzeptieren und daran arbeiten? Hier heisst die Zauberformel: Je mehr Fortschritte in der Lebenslektion gemacht werden, umso mehr wird der Lebenszweck blühen.
- In der Lebensschule geht es darum, mit welcher Grundenergie ein Mensch sein Leben gestaltet: die Schule des Friedens (Erde), der Liebe (Wasser), des Dienens (Feuer), und der Weisheit (Luft).
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